Up&Dancing The Magic stilts of Trinidad

up & dancing dvd
The first DVD released by Faluma in cooperation with Leykauf Film is the remarkable documentary UP & DANCING – THE MAGIC STILTS OF TRINIDAD. German filmmaker Harald Rumpf followed kids of the Dragon Kilimanjaro School of Arts & Culture in one of Port of Spain’s poorer neighbourhoods on their way to become Moko Jumbies, the famous stilt walkers of the Trinidadian Carnival. Peppered with stirring soca tunes and impressive pictures as well as first-hand informations through interviews with the founder of the school, “Dragon” DeSouza and Akini, one of the kids – the film is a real tread not only for Soca maniacs, but for anyone interested in Caribbean life and culture.

Below are two reviews of the DVD in German.

dancehallmusic.de schreibt:

Moko Jumbies – Wenn Gettokids zu Geistern werden

Der Carnival in Trinidad ist nicht nur ein kurzes, rauschendes Fest der Sinne. Ãœber das ganze Jahr hinweg trainieren Kids aus den nicht touri-kombatiblen Wellblechhütten-Vierteln Port-of-Spains in ihren Yards. Sei es Pan Yard oder Moko Jumbie Schule. Hier finden sie eine Familie – community centres, die gemäß dem gerne zitierten Stereotyp “die Kids von der (staubigen) Straße holen”.

Über ein solches Yard, nämlich die Dragon Kilimanjaro School of Arts & Culture in Port-of-Spain, handelt die Dokumentation “Up & Dancing – The magic stilts of Trinidad & Tobago” von dem Filmemacher Harald Rumpf (bekannt u.a. durch “HipHop – A Tale from the hood”), die jetzt von Leykauf Film und den Karibik-Spezialisten Faluma als DVD veröffentlicht wurde.
Hier lernen Kids, wie man auf Stelzen geht und tanzt – bis zu dem großen Tag, wo sie als Moko Jumbie – Geister hoch über dem Carnivals-Geschehen wandeln.

Eifrige TV-Schauer und Forumsleser werden die Kurzfassung der Dokumentation kennen, die Anfang des Jahres auf 3sat zu sehen war: “Akini”. In der neu bearbeiteten Version steht weniger der 13jährige Junge Akini und seine Vorbereitungen auf den Carnival im Vordergrund, sondern die Moko Jumbie Schule von der Legende Dragon.
Eingebettet in einen dicken Soundtrack mit Maximus Dan, Machel Montano oder Shurwayne Winchester ist der Film nicht nur für Soca-Maniacs interessant, sondern richtet sich an jeden, der sich mit karibischer Kultur auseinandersetzt. Dank der hervorragenden Kameraführung ist die Doku fast schon photographisch.

Das Riddim Magazin schreibt:

Wie bereits in der vorletzten Ausgabe erwähnt, sind die Moko Jumbies, maskierte Tänzer auf Stelzen, seit Jahren fester Bestandteil der Karnevalfeierlichkeiten in Trinidad und gelten als eine der wenigen überlebenden Kulturpraktiken aus Afrika. Der vorliegende, äußerst liebenswerte Film ist hauptsächlich in und um den ebenfalls im Riddim-Artikel beschriebenen berühmten Moko Jumbie-Camp,dem Dragon´s Yard, in Cocorite, einem Slum am westlichen Rand von Port of Spain, gedreht worden.

Regisseur Harald Rumpf ist es gelungen, dem Gründer der Stelzen-Gruppe, Glen “Dragon” DeSouza, einige vielsagende Aussagen zu entlocken, was keine leichte Aufgabe ist, gilt der Mann doch als sehr einsilbig. Doch die eigentliche Bedeutung der Moko Jumbies für die Jugend der Insel wird erst deutlich, wenn der Zuschauer dem beschwerlichen Weg des jungen Akini Parris einem Teilnehmer des “King of Children’s Carnival” folgt, dessen Streben nach Ruhm immer wieder durch die Armut seiner Familie auf eine harte Probe gestellt wird. Dragon erklärt, dass er froh sei sich um Kinder mit wenig Chancen im Leben kümmern zu können, da sie eigentlich nichts weiter bräuchten als eine Aufgabe, die ihnen Spaߟ macht. Und die Kunst des Moko Jumbie verlange viele unterschiedliche Fähigkeiten, die einen starken Willen verlangen ehe man sie beherrscht. Weil für die meisten die einzige Alternative Knarren und Drogen seien, halte er seinen Dienst an der Jugend für so extrem wichtig.

Der Film zeigt tolle Aufnahmen der Tänzer, die ihre akrobatischen Verrenkungen zu beschwingten Soca-Rhytmen in luftiger Höhe vollführen. Doch ein Manko liegt im nervenden Erzähler, der seinen Text recht hölzern vorliest und regelrecht abgedroschen klingt, wenn er über Akini spricht. Außerdem hätten einige Interviews gut Untertitel vertragen können, denn man kann kaum erwarten, dass jeder Zuschauer Trini-Patois versteht. Doch sind solche Kritikpunkte nebensächlich angesichts der Bilder, die man so nirgends sonst zu sehen bekommt.

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